Künstler aus dem Vogtland

Beitrag erstellt im Juni 2007:



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Anlässlich des Heimatfestes im Juni 2007 feierte Fröbersgrün ( Ortsteil der Gemeinde 08548 Syrau) den 130. Geburtstag des Kunstmalers Paul Söllner, der die Hälfte seines Lebens in dem Ort verbracht hatte. Hier sind auch viele künstlerische Werke mit Motiven aus Fröbersgrün und Umgebung entstanden. Die kleine Ausstellung im Bürgerhaus ist dem Leben und Schaffen des unvergessenen Vogtlandmalers gewidmet.



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E m p f e h l u n g :
Erleben Sie virtuell einen Rundgang durch die Ausstellung, indem Sie durch die nachfolgende Bildergalerie blättern und Informationen zu den ausgewählten Beispielen erhalten.




Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.


H i n w e i s e :
Die Bespiele in der Galerie stimmen aus urheberrechtlichen und computertechnischen Gründen hinsichtlich ihres Formats und ihres Farbtons usw. nicht hundertpronzentig mit den ausgestellen Originalen überein.






Die "Freie Presse" berichtet:

Fröbersgrün ehrt seinen großen Sohn
Ausstellungseröffnung zum 130. Geburtstag von Paul Söllner - Verein pflegt Grabstätte

Fröbersgrün.
Das Fröbersgrüner Heimatfest ist eröffnet. Den Auftakt bildete am Wochenende eine sehr gut besuchte Personalausstellung zu Ehren des Vogtlandmalers Paul Söllner. Damit bekam ein das Gemeinschaftshaus zierende Landschaftsgemälde Söllners gleich 32-fache Gesellschaft. Die Leihgaben für zwei Ausstellungstage stammten aus dem Vogtland-Museum Plauen, dem Museum der Burg Mylau sowie aus Privathand. Vereinsvorstand Andreas Schultze und Ortschronist Klaus Kölbel dankten während der Vernissage allen, die zum Gelingen der erstmals außerhalb eines Museums stattfindenden Söllner-Ausstellung beitrugen. Leben und Wirken des Mannes sind eng mit dem...
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Bürgerhaus wird zur Galerie

Fröbersgrün.
... hatte der Heimatverein Fröbersgrün unter dem Moto „Einer Seele, die nach Ewigkeit gerungen” eine einmalige Sammlung seiner Werke zusammengestellt…
Söllner war am 6. Juni 1877 im Schulhaus in Jößnitz geboren worden, als jüngstes von vier Kindern des dortigen Lehrers. Er verbrachte einen Großteil seines Lebens in Fröbersgrün. In den Jahren reichen künstlerischen Schaffens hielt er vor allem die Eigenart und Schönheit der heimischen vogtländischen Landschaft in Gemälden fest.
Die biographischen Angaben über Leben und Wirken des Malers sind nicht lückenlos. Verbürgt ist, dass er sich 1908 mit einem schweren Lungenleiden in eine Heilanstalt begeben musste. (ach)

Quelle: “Freie Presse”/Plauener Zeitung vom 9. Juni 2007 (auszugsweise)
Grabstätte auf dem Fröbersgrüner Friedhof
Inschrift:
Einer Seele, die nach Ewigkeit gerungen, Kunstmaler Paul Söllner
geb. 6. VI. 1877 in Jößnitz, gest. 28. IV. 1947 in Fröbersgrün

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Beitrag erstellt am Montag, dem 4. Juni 2007



Am 1. Juni fanden zahlreiche Besucher den Weg nach Obergeißendorf, zur Keramikwerkstatt und Galerie des
Töpfermeisters --> Ludwig Laser <-- .
Eingeladen wurde zur Finissage des Grafikers Peter Zaumseil aus Elsterberg und zum Raku-Brand.
Zum Begriff:
Fi|nis|sa|ge -Veranstaltung zur Beendigung einer Kunstausstellung, Schließung einer Galerie *Quelle: Duden - Das Fremdwörterbuch


Freitag, 1. Juni 2007,
18 Uhr, Obergeißendorf 28,
07980 Berga
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Denkmalgeschützter Vierseithof
mit romantischem Flair
   

Freunde und Besucher hatten Gelegenheit, den schönen und seit kurzem unter Denkmalschutz stehenden Hof zu besichtigen. In einem Teil des großen Hofes wohnt der Meister mit seiner Frau Jana und den beiden Kindern. In einem anderen Teil befindet sich die Werkstatt und der große Salzbrandofen.

In der Galerie befand sich die Ausstellung von --> Peter Zaumseil <-- .
Die Kombination von Lasers Keramikgefäßen und Zaumseils Holzschnitten war sehr gelungen. Die Farbholzschnitte, Holzschnitte und bearbeitete Druckstöcke hatten hier in diesen alten schönen Gemäuern ein besonderes Ambiente. Die Besucher konnten Peter Zaumseil beim Drucken eines Holzschnittes über die Schulter schauen, sieht man so etwas doch nicht alle Tage. Gern beantwortete der Künstler die Fragen der Gäste zur Technik des Holzschnittes.


   
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Peter Zaumseil demonstrierte küstlerische Techniken... ... und mit ihm fachsimpelten Kunstkenner.

Die Besucher bekamen einen Eindruck, wie viel Arbeit vom Drehen, Glasieren bis zum Brennen der Keramik notwendig ist. Vielen wird deutlich, was das Wort Handwerk bedeutet.
Sein Handwerk versteht Ludwig Laser. In einem Teil des Hofes, der zur Galerie ausgebaut wurde, konnte man zahlreiche Gefäße mit den Salz- und Kristallglasuren anschauen. Auch Keramik, die in der Raku-Technik gebrannt wurde, gab es zu sehen.


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Ludwig Laser bereitete den Ofen für die Raku-Technik vor.


Ein Blick in das Innere des Salzbrennofens ließ den Besucher die Urgewalt Feuer erahnen, wenn der Ofen voll mit Keramik steht und über viele Stunden gebrannt wird. An den Wänden des Ofens schimmern die Glasuren, die von zahlreichen Bränden erzählen.

Großes Interesse fand bei den Gästen der Raku-Brand. In einem kleinen Brennofen wird die Keramik glühend aus dem Ofen genommen und z.B. in eine Zinkwanne mit Holzspänen gelegt. Es entsteht ein großer Temperatursturz. Die Späne fangen sofort an zu brennen. Die Glasur auf der Keramik reißt und färbt sich schwarz. Das für Raku typische Craquele entsteht.
Es bleibt das Geheimnis des Meisters, wie es gelingt, dass die Keramik solch großen Temperaturschock übersteht, die haarfeinen Risse auf der Oberfläche besonders schön gelingen, sodass nach dem Säubern ein einzigartiges Unikat entsteht.
Holzschnitte und Keramik konnten nicht nur besichtigt, sondern auch gekauft werden. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Empfehlung:
Genießen Sie die fotografischen Impressionen in der automatisch ablaufenden Diaschau. Sie können in der Galerie aber auch manuell navigieren.



Die beiden Frauen der Künstler bereiteten den Besuchern auch kulinarisch ein Erlebnis. Sie sind beide begeisterte Hobbyköche. Viele Besucher saßen bis tief in die Nacht bei einem Glas Wein und netten Gesprächen im Hof. Zufrieden und froh machten sich die Gäste auf den Heimweg. Eine Keramik, ein Holzschnitt und die Erinnerung an diesen schönen Abend bleibt.

Das Wort --> Raku <-- kommt aus dem Japanischen und bedeutet Freude oder Fest und das war es für alle, die da waren.

Text: Stefanie Gerhardt-Zaumseil
Fotos: Rudolf Dick


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