Denkmale, Gedenksteine, Gedenktafeln

2006:
D e n k m a l
in Ruppertsgrün eingeweiht



Thomas Stranz aus Ruppertsgrün stellte zur Einweihung des Denkmals freundlicherweise den nachfolgenden Text zur Verfügung.


Das neue Denkmal in Ruppertsgrün


"Mit der feierlichen Einweihung eines Kriegsopferdenkmals hatte Freitagabend die Ruppertsgrüner Kirmes begonnen. Der in der Parkanlage an der Bahnhofstraße aufgestellte Granit ersetzt ein vor 85 Jahren auf dem Marktplatz errichtetes Denkmal für Kriegsgefallene. Es wurde jedoch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Ortschronist Werner Mahr hatte sich über Jahre hinweg für die Wiederbeschaffung eingesetzt. Lutz Baumann, der in Reichenbach nach einer Steinmetz- und Bildhauerlehre seine Meisterausbildung absolvierte, machte die gut 2,40 Meter hohe Stele zum Prüfungsstück... "


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"... Die Gemeinde Pöhl gab für das Denkmal 3000 Euro aus. Die Standortfrage gestaltete sich jedoch als schwierig. Mehrere Varianten, es wieder am Markt zu platzieren, mussten wegen Bedenken unter anderem der Bahn AG, des Energieversorgers und der Feuerwehr verworfen werden. Mahr war nahe daran, aufzugeben. Mit der Einweihung fiel ihm deshalb ein Stein vom Herzen: „Ich freue mich sehr und kann jetzt schon wieder an nächste Projekte denken.“ Der Chronist will sich unter anderem um den Erhalt eines historischen Torsteins an einem Bauernhof kümmern."


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Reußischer Wappenstein in 07937 Gablau:

(Gablau heute - Ortsteil der Gemeinde Vogtländisches Oberland)


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Fotografiert: März 2007

Reußischer Wappenstein vom Torbogen des 1981 abgerissenen Vorwerks ("Ritterguts") mit der Jahreszahl 1734. Er steht unter Denkmalschutz.
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Dieser Grenzstein steht an der B 94 zwischen 07973 Greiz und 08468 Friesen bei Reichenbach. Er befindet sich, von Greiz-Schönfeld kommend, gut sichtbar auf der rechten Seite der Bundesstraße am Waldrand. Auf sächsischer Seite ist er mit den Landesinsignien "Königreich Sachsen" versehen.






Entdeckt und fotografiert in 08538 Reuth
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Anmerkung von Andre Kaiser, Geschäftsführer der Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen e.V:
Die hier abgebildeten Königlich-sächsischen Meilensteinen gehören auch zu den Postsäulen (ab 1840: 1 Meile/M. = 7,5 km). Sie wurden ab 1859 im Königreich Sachsen aufgestellt in Form von Stationssteinen, Ganz- und Halbmeilensteinen, Grenzübergangs- und Abzweigsteinen mit Eisengusskronen als Schmuck.
Die Fotos zeigen den Grenzübergangsstein Friesen (Nachbildung) mit der Inschrift "Kgr. Sachsen" und den originalen Ganzmeilenstein Reuth.
Heute werden diese Denkmale i.d.R. im Auftrag der zuständigen Straßenbauverwaltung (hier: Straßenbauamt Plauen) restauriert und bewahrt bzw. vor Ort ggf. durch Nachbildungen ersetzt.


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Beitrag erstellt am Samstag, dem 12. Mai 2007

E i n w e i h u n g :



Ein eher außergewöhnliches Kulturdenkmal wurde am Freitag, dem 11. Mai 2007, bei 08538 Grobau (Gemeinde Burgstein, Vogtlandkreis) eingeweiht: der Drei-Freistaaten-Stein.



Bild zweifach vergrößerbar. Nach dem Großklicken abermals ins Bild klicken.
Orientierungskarte vom Standort "Drei-Freistaaten-Stein"

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Kulturdenkmal "Drei-Freistaaten-Stein"

Grenzstein zwischen den Freistaaten Thüringen, Sachsen und Bayern
Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland gibt es 15 „Dreiländerecken“, aber nur einer dieser Grenzpunkte verbindet drei Freistaaten. Hier treffen das thüringische, sächsische und bayerische Vogtland aufeinander.
Die gemeinsame Grenze hat eine lange Tradition. Akten im Thüringer Staatsarchiv Greiz (einschl. Kartenauszug) belegen, dass über Jahrhunderte zwischen dem Fürstentum Reuß j. L., dem Königreich Bayern und dem Königreich Sachsen eine gemeinsame Grenze bestand. Allerding gab es über den exakten Verlauf des öfteren Meinungsverschiedenheiten.
Um diese zu bereinigen, wurden durch Grenzkonvention vom 13. August 1840 mit dem Königreich Bayern und Bestätigung des Grundrisses zum Grenzzug zwischen Königreich Sachsen und Fürstentum Reuß j.L. vom 23. 10. 1854 einvernehmliche Regelungen geschaffen...


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Der Original-Schauplatz des Grenzsteines wurde zu einem Kulturdenkmal ausgebaut. Unter dem Drei-Freistaaten-Stein aus Granit fließt der Kupferbach.

...In der Dokumentation zum Grenzstein zwischen Fürstentum Reuß j. L., KGR Sachsen und KGR Bayern heißt es:
„Bei Rückschluss der mittels Berichtes vom 13./14. des Monats vorgelegten Literalien eröffnen wir dem Fürstlichen Landratsamt, dass der Grenzstein Nr. 115 an der diesseitigen und Königlich Bayerischen Grenze in der Gebersreuther-Münchenreuther Flurmarkung, welcher zugleich die Landesgrenze gegen Sachsen markiert, auch fernhin in seiner jetzigen Gestalt als Dreiherrenstein zu benutzen ist und von Aufstellung eines Dreimärkers abgesehen wird.“
Eine beglaubigte Abschrift einer dreiseitigen Begehung vom 20. Oktober 1874 enthält folgende Angaben:


Wegweiser zum Drei-Freistaaten-Stein * Bild großklicken

Aufschrift nach der Reuß´schen Seite: FR und Nr. 115
Aufschrift nach der bayerischen Seite: KB und Nr. 588
Aufschrift nach der sächsischen Seite: KS und Nr. 588
Abmessung des Steines: 0,29 Meter im Quadrat bei einer Höhe von 0, 45 Meter
Dieser Dreiherrenstein hat auch die Zeit der Grenzanlagen der DDR überstanden und existiert an der benannten Stelle. Heute bildet er den Grenzpunkt zwischen den Freistaaten Thüringen, Sachsen und Bayern und kann als Drei-Freistaaten-Stein bezeichnet werden...


Informationstafel am Drei-Freistaaten-Stein * Bild großklicken

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Aufschrift nach der
Reuß´schen Seite:
FR und Nr. 115
Aufschrift nach der
sächsischen Seite:
KS und Nr. 588
Aufschrift nach der bayerischen Seite:
KB und Nr. 588

Drei-Freistaaten-Stein heute
Im Zeitalter der Europäischen Union hat der Grenzstein eine neue Funktion bekommen.
Er symbolisiert einerseits die geschichtliche Entwicklung, andererseits ist er heute Ausdruck für ein demokratisches Zusammenwirken der benachbarten Freistaaten und Länder Europas.
Besonders soll er an die Zeit der deutsch-deutschen Trennung erinnern.
Für die Menschen der Freistaaten Sachsen, Bayern und Thüringen –speziell der Vogtlandregion- sind regionale Identität, Tradition, Kultur, Brauchtum und Landschaft bedeutungsvolle Inhalte. Der Drei-Freistaaten-Stein soll verbinden, die Traditionspflege unterstützen und Informationen zu dieser Region vermitteln helfen.
Die Anrainergemeinden haben mit Unterstützung der Ämter für Landesentwicklung und Flurneuordnung beschlossen, diesen Platz der Allgemeinheit zugänglich zu machen und dem Tourismus zu erschließen. Vom Amt für Flurneuordnung Gera wurde ein studentischer Wettbewerb für eine gestalterische Aufwertung des Drei-Freistaaten-Steines initiiert.
11 Exponate wurden eingereicht, die dem landschaftlichen Charakter entsprechen und unterstützen, die Lokalität aufwerten und eine gute Erreichbarkeit sichern. Die endgültige Gestaltung wird von den angrenzenden Gemeinden wahrgenommen. Aus allen drei Freistaaten werden Wege zum Drei-Freistaaten-Stein führen.

( Die vorangestellten Texte wurden der Informationstafel am Denkmal entnommen.)



Von sächsischer Seite her nähert man sich dem Drei-Freistaaten-Stein auf Grobauer Gemarkung.
Fotografische Impressionen von dem kleinen Ort sehen Sie in der nachfolgenden Diaschau. Diese läuft automatisch ab oder es kann in ihr auf vielfältigste Art navigiert werden. Bewegen Sie den Zeiger zum Beispiel auf die Schriftleiste rechts und klicken Sie auf einzelne Bildchen in der eingeblendeten Bildleiste.

D i a s c h a u :



Beispiele aus der Tagespresse
vom 12. Mai 2007
  Zum Anklicken:
- Pressefoto (verkleinert)
- Bildtext
- Link auf Pressetext
Vieles kann einen: die vogtländische Tracht oder ein Grenzstein.
Unser Bild zeigt den bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller mit dem Feilitzscher Bürgermeister Helmut Grießhammer (links) bei der Einweihung des Drei-Freistaaten-Steins
FOTO: hawe
An die 200 Besucher waren zur Weihe des Drei-Freistaaten-Steins gekommen. Zahlreiche Redner wechselten sich ab und würdigen das Ereignis. Am Pult Ulrich Schmidt (SPD), Bürgermeister von Gefell.
Foto: Ellen Liebner
Einweihung des Dreifreistaatensteins bei Gebersreuth: Das Objekt unten neben dem Rednerpult ging im Trubel fast unter. Bürgermeister Ulrich Schmidt aus Gefell konnte Gäste aus Thüringen, Bayern und Sachsen begrüßen.
Foto: OTZ: Ulrich Drescher

"Frankenpost"/
ONLINE


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"Freie Presse"/
Plauener Zeitung


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"Ostthüringer Zeitung"/
Lokalausgabe Schleiz


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B e i s p i e l e :


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Begrüßungsstein an der Schöpsdrehe Familiengedenkstein in Fröbersgrün
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Gemeinsame Recherchen der Stadtverwaltung und des Pfarramtes in Theuma belegen: Bei dem abgebildeten Stein handelt sich um ein "Sühnekreuz", das auch in einem großen, einschlägigen Internetportal enthalten ist:
www.suehnekreuz.de [<-- Link] (Suche:Deutschland/Sachsen/Vogtlandkreis/Theuma). Hier finden Sie noch viele andere solcher Sühnekreuze. Möchten Sie mehr zurgenerellen Kennzeichnung von Sühnekreuzen erfahren, dann klicken Sie hier [<<- Link].
Sühnekreuz (Sühnestein)
-
in 08541Theuma
 





Die Beispiele werden fortgesetzt.

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